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Spiritualität

Ein Ausschnitt aus dem Buch „Spiritualität und Ethik“

von Professor Claus Eurich, Spiritualität (erster Absatz, Seite 14-15)

Die lateinischen Begriffe spiritualis, geistlich, und spiritus, Geist, bilden den Ursprung von Spiritualität. Aus der Vielzahl der Verständnisse und Definitionen, gerade in der jüngeren Zeit, kann als Essenz formuliert werden:

Leben im Geist und aus dem Geist.

Die Spiritualität hat eine personale/subjektive und eine traditionale/religionsbezogene Seite. Zwischen beiden besteht normalerweise ein enger Zusammenhang. Die Spiritualität eines Menschen spricht von seiner inneren Ergriffenheit, von seiner Berührung aus dem Geist-Raum des Transzendenten/Göttlichen. Der spirituelle Mensch sieht sich als vom Geist geführt und inspiriert. 

„Der Geist ist es, der dich weise oder unwissend macht, gefesselt oder frei sein lässt.“
Sri Ramakrishna

„Wir sind das, was unsere Gedanken aus uns gemacht haben; gib also acht, was du denkst.“
Vivekananda

„Die Gebote

Ich achte das Leben in all seinen Formen, denn so finde ich Hilfe.
Ich achte die Alten, denn sie haben Lebensfülle und Weisheit.
Ich achte die Frauen, denn sie hüten das Geschenk des Lebens und der Liebe.

Ich achte die Freundschaft, denn im Teilen erfülle ich Gottes Willen.
Ich halte mein Wort, ich bin friedfertig, ich bin mutig.
Gott, lass' alle guten Kräfte wachsen, lass' mich zuhören und hinhören, wenn die Weisen sprechen,
dann wird alles, was ich tue, gut und gerecht sein.“
Ojibwa

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